Zehn Jahre Standortsuche und eine längere konzeptionelle Planungsphase. Nach knapp 2 Jahren Sanierung und Dank einer Stiftungsunterstützung konnte nun die Nutzung als Kurzzeitpflegeinrichtung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aufgenommen werden. Für alle Beteiligte war es eine Herausforderung und ein intensiver Prozess diese Pflegeeinrichtung in dieses Bestandsgebäude zu integrieren. Die traumhafte Lage mit dem direkten Landschaftsbezug wirkt positiv auf den Gesundungsprozess. Dieses Haus schließt eine Versorgungslücke für die Altersgruppe zwischen 3 und 21 Jahren, schafft damit ein Angebot auch für Kinder mit Beeinträchtigung sowie mit Schwer- und Mehrfachbehinderung.
Allgemeinräume, Seminarräume, Küche im Erdgeschoss, in den Obergeschossen Wohnräume, Pflegebäder, Gemeinschafträume schaffen eine freundliche Atmosphäre.
Das Gebäude „Marinus am Stein“ ist als ein die Kulturlandschaft prägendes Gebäude eingestuft, die Umstrukturierung erfolgte in enger Abstimmung mit der Gemeinde, dem Landratsamt und der Denkmalpflege. Der Umbau erfüllt die Auflagen der Barrierefreiheit und der Behindertengerechtigtkeit. Das über 200 Jahre alte Gebäude hat viele Wandlungen durchlaufen. Ursprünglich als Bauernhaus und Gasthaus errichtet, wurde es in den letzten 25 Jahren als Klinik genutzt. Die nun durchgeführte Sanierung nahm Rücksicht auf den historischen Bestand, Bauteile wurden unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit saniert. Der Hausschwamm wurde beseitigt. Verfaulte Deckenbalken und Balkenköpfe wurden denkmalpflegerisch ertüchtigt. Das äußere Erscheinungsbild fügt sich in der gewählten Farbgebung wie auch in der Gesamtstruktur sehr gut ein. Der notwendige Treppenhausanbau wurde geschickt integriert ohne die Gesamtproportionen zu beeinträchtigen. Durch die Beauftragung als Generalplaner konnten alle Fachthemen auf kurzem Wege abgestimmt werden. Die Nutzung konnte termingerecht aufgenommen werden. Insgesamt wurde auf eine nachhaltige Bauweise Wert gelegt.
Generalplanung: LP 1 bis 8
Fertigstellung: Oktober 2025
Kostengruppe: 300+400 netto 3,22 Mio. EUR